Premiere für „Mama liest für mich“ in der JVA Schwäbisch Gmünd

Im Rahmen unseres Projekts „Mama liest für mich“ waren wir erstmals in der JVA Schwäbisch Gmünd zu Besuch, um dort inhaftierte Mütter beim Vorlesen für ihre Kinder aufzunehmen. Nachdem das Projekt bereits als „Papa liest für mich“ mit Vätern umgesetzt wurde, konnten nun zum ersten Mal auch Mütter ihren Kindern durch ihre Stimme nah sein.
Insgesamt acht Mütter haben an diesem besonderen Projekttag Kinderbücher für ihre Kinder vorgelesen. Die entstandenen Audioaufnahmen wurden den Familien im Anschluss zur Verfügung gestellt, sodass die Kinder die vertraute Stimme ihrer Mutter auch im Alltag hören.
Schon beim Ankommen hat uns die besondere Atmosphäre der JVA Schwäbisch Gmünd beeindruckt. Das frühere Kloster, die verzierten Mauern, blühenden Pflanzen und vielen grünen Flächen wirkten ganz anders, als wir es erwartet hatten, und gaben dem Tag einen besonderen Rahmen.
Besonders berührt hat uns die Offenheit und Wertschätzung, mit der die Mütter dem Projekt begegnet sind. Schön war außerdem, dass nicht nur auf Deutsch vorgelesen wurde. Dadurch wurden die Aufnahmen noch persönlicher und individueller für die jeweiligen Kinder. Neben den Vorleseaufnahmen haben sich zudem vier Mütter bereit erklärt, persönliche Interviews mit uns zu führen.
Der Tag in der JVA Schwäbisch Gmünd war für uns eine bewegende und gelungene Premiere. Er hat gezeigt, wie viel Nähe durch Sprache, Geschichten und die eigene Stimme entstehen kann.
Wir bedanken uns herzlich bei der JVA Schwäbisch Gmünd, bei den teilnehmenden Müttern und bei allen Beteiligten, die diesen ersten Termin von „Mama liest für mich“ möglich gemacht haben.






